Passend zur Inspiparade von Marit Alke und Katrin Linzbach stellte ich mir die Frage, was ich wohl als Überschrift über mein Jahr 2018 setzen könnte. Und das kam dabei raus: Back to the roots!

Warum?
Weil mich drei Tage in einem Shaolin-Tempel, in denen ich nichts hatte außer einer Ladung schwarzer Klamotten und meiner Hygiene-Artikel, näher zu mir selbst und zu meinem Business brachten, als sämtliche Coachings der letzten Jahre. 

Seit ich vor ca. zwei Jahren beschlossen habe, ein Online-Business auf die Füße zu stellen, ruderte ich. Frag nicht, wie viel ich in diesbezügliche Online-Kurse und –Coachings investiert habe. Sie waren zweifelsfrei alle gut, aber nichts davon brachte mich dahin, wo ich hin wollte – nämlich:
Mit meiner Marke „Der tanzende Buddha“ die Lehren und Techniken der Shaolin machbar in den westlichen Alltag bringen. 

Woran lag´s?
Nun, an den Coaches und Mentoren sicher nicht, denn sie sind alle erfolgreich auf ihrem Gebiet. Und sie haben auch den Weg weitergegeben, wie sie all das erreicht haben. Ich musste es nur noch nachmachen. Und genau da hakte es, denn ich bin nicht sie – und ihr Weg ist nicht meiner! 

Ich folgte fast jedem Rat, änderte widerstrebend meinen Markennamen von „Der tanzende Buddha“ zu „Heike Micaela Niederberger“, weil man das so tut und damit flexibler ist.
Ich zwang mich zu allen möglichen Strategien, die mir so gegen den Strich gingen, dass was dabei rum kam? – Richtig: Nichts!
Mein Thema war zu groß, um es in einen Online-Kurs zu packen und die Zielgruppe war nicht spitz genug. So wurden Angebote kreiert, die so gar nichts mehr mit dem zu tun hatten, was ich eigentlich wollte. Sie hätten sich vermutlich verkauft, wenn sie jemand erstellt hätte – aber ich konnte es nicht.

Ich kam mir vor wie auseinander genommen und nach Picasso-Art wieder zusammengesetzt.

Dann kam das Retreat.
Im September 2018 begann ich damit meine einjährige Ausbildung zur „Shaolin Qi Gong – Kursleiterin“ in einem Shaolin-Kloster bei mir in der Nähe, das ich schon öfter besucht hatte.
Und in diesen drei Tagen spürte ich, was es bedeutet, Shaolin zu leben. Ganz im Hier und Jetzt sein, sich auf das Wesentliche konzentrieren. Loslassen…

Samstags stand ich dort auf der Wiese und dachte: Genau das – dieses Gefühl wollte ich doch an meine Kunden weitergeben! – Wie konnte ich mich dermaßen verzetteln?

Shaolin-Mönche sind Menschen wie Du und ich.
Und sie leben das, wozu die menschliche Spezies eigentlich gedacht ist: Das natürlich vorhandene Potenzial einsetzen, um gesund und glücklich zu sein. Ganz im Hier und Jetzt leben. Körper und Geist täglich trainieren, damit sie lebenslang einsatzfähig bleiben. Und – Gelassenheit!
Während wir uns vor lauter „höher, schneller, weiter“ so sehr von uns entfernen, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen – zeigen sie uns unsere Wurzeln und Möglichkeiten.

Nach diesem Retreat wusste ich genau, wie es in meinem Business weitergehen wird:
So, wie es ursprünglich mal anfing:
Aus „Heike Micaela Niederberger“ wurde wieder „Der tanzende Buddha“.
Ich hörte auf, mich zu verbiegen und richtete alles wieder an meinem Leitsatz aus:

„Kultiviere Deinen Geist und trainiere Deinen Körper, damit Deine Seele Flügel bekommt.“

Inzwischen arbeite ich Angebote zu Themen aus, die ich vor meinen Business-Coachings auf dem Schirm hatte und viel von dem beinhalten, was ich jahrelang „live“ unterrichtet habe.

Es wird Blogartikel und Videos geben, wie mir danach ist – und auch meinen Newsletter gibt´s nur noch ca. einmal im Monat.

Ich mache einfach! So, wie meine Intuition es mir vorgibt und habe dabei immer die zwei – vielleicht wichtigsten – Worte des Shifu im Ohr: „Zweifle niemals!“

Ja, in vielen Bereichen kehre ich zu meinen Wurzeln zurück (demnächst gibt´s auch eine Mala-Kollektion – hab früher mal recht erfolgreich Schmuck gemacht) und fühle mich sauwohl dabei. Passend zum neuen Chinesischen Jahr des Erd-Schweins, das am 5. Februar 2019 beginnt, denn im chinesischen Horoskop bin ich ein Schwein. 

Mal gespannt, wohin mich die sieben Retreats 2019 noch bringen werden.
Ich halte Euch auf dem Laufenden… 

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Inspiparade: “Was war, was bleibt, was kommt?”